Die Ersatzkassen starten gemeinsame Ausschreibungen für exklusive Generika-Rabattverträge. Techniker Krankenkasse (TK), DAK-Gesundheit, BARMER, KKH, hkk und HEK vertreten insgesamt 28 Millionen Versicherte. Unter der Federführung der TK und der DAK-Gesundheit werden auf diesem Wege Verträge für zunächst sechs Wirkstoffe gemeinsam ausgeschrieben.

Gemeinsam Synergieeffekte nutzen

„Durch die kassenübergreifende Zusammenarbeit gestalten wir sowohl die Vergabe als auch die spätere Verwaltung der Verträge deutlich effizienter“, so Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. „So nutzen wir gemeinsam Synergieeffekte, senken Verwaltungskosten und stellen für unsere Versicherten gleichzeitig weiterhin eine hochwertige Versorgung sicher.“

Auch in Zukunft effiziente Lösungen

„Konkurrenz belebt das Geschäft und hierbei darf auch das gemeinsame, zielgerichtete Arbeiten nicht zu kurz kommen. Vor allem, wenn es um die gesicherte Versorgung mit Arzneimitteln geht“, ergänzt Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstands der DAK-Gesundheit. „Auch in Zukunft wollen wir deshalb zusammen mit anderen Kassen nach effizienten und praktikablen Lösungen bei Ausschreibungen suchen.“

Zunächst wird die exklusive Belieferung der folgenden sechs Wirkstoffe ausgeschrieben: Montelukast (Asthma), Ribavirin (Hepatitis C), Tolterodin (Dranginkontinenz), Memantin (Demenz), Rabeprazol (Ulcus) und Desogestrel (Kontrazeption). Die Ausschreibungen erfolgen dabei pro auszuschreibendem Wirkstoff in drei Kassenlosen.

Für das Verfahren wurden Wirkstoffe ausgewählt, zu denen bereits Erfahrungen mit Ausschreibungen vorliegen und für welche die bestehenden Verträge bei den Ersatzkassen in naher Zukunft enden. „Wenn sich dieses Modell bewährt, werden wir in Zukunft sicherlich noch weitere Wirkstoffe gemeinsam ausschreiben. Eine gesicherte Arzneimittelversorgung hat dabei aber immer oberste Priorität“, so Ballast.


Quelle: Techniker Krankenkasse