Besteht ein Hebammenmangel in Nordrhein-Westfalen? Und wenn ja, wie groß ist dieser genau? Das soll eine Studie an der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) jetzt klären. Für die Studie werden bis Mitte November 2018 noch Frauen gesucht, die in der Zeit von Februar bis Mitte Juli 2018 in Nordrhein-Westfalen ein Kind zur Welt gebracht haben.

In der Studie werden sowohl die Sichtweisen von Hebammen als auch die von Frauen zur Versorgung durch Hebammen in NRW berücksichtigt. Prof. Dr. Nicola Bauer ist Leiterin des Studienbereichs Hebammenwissenschaft der hsg Bochum. Sie hat bereits die Hebammen in NRW befragt: „Mir ist es wichtig herauszufinden, wo aus Sicht der Hebammen die Probleme liegen. Diese Informationen sind wichtig, denn diese Studie soll eine Datengrundlage für Maßnahmen von Seiten der Politik liefern.“ Die Befragung der jungen Mütter dauert noch an.

Wichtig, dass viele Mütter teilnehmen

Das Forschungsteam HebAB.NRW setzt sich aus drei Professor*innen und zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen zusammen. Im Bild von unten nach oben: Prof. Dr. Rainhild Schäfers, Prof. Dr. Nicola Bauer, Andrea Villmar, Mirjam Peters und Prof. Dr. Thomas Hering. (Foto: hsg/Kristina Luksch)

Prof. Dr. Rainhild Schäfers ist Projektleiterin der Mütterbefragung und Professorin im Studienbereich Hebammenwissenschaft und erklärt: „Wir möchten herausfinden, wie zufrieden Mütter mit der aktuellen Versorgung durch Hebammen in NRW sind. Dabei interessiert uns insbesondere, ob und in welchen Bereichen Verbesserungsbedarf besteht. Daher ist uns wichtig, dass möglichst viele Mütter teilnehmen.“

Das Projektteam ist interessiert an den Erfahrungen aller Mütter: Wollten sie überhaupt eine Hebamme? Hatten sie eine Hebamme? Wie fanden sie die Betreuung? Frauen, die zwischen dem 1. Februar 2018 und dem 15. Juli 2018 ein Kind in NRW zur Welt gebracht haben, können sich noch bis zum 15. November 2018 an der Befragung beteiligen. Genauere Informationen und den Zugang zur Befragung sind unter http://www.hebab.nrw zu finden. Die Befragung ist anonym und auch in Leichter Sprache, in Französisch, Englisch und Türkisch verfügbar.

Das Projektteam freut sich über jede Teilnahme. Gefördert wird die Studie HebAB.NRW durch das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (Förderkennzeichen LZG TG 72 001/2016).


Quelle: hsg Bochum