Bei einer kürzlich durchgeführten Online-Umfrage der KNAPPSCHAFT, bei der mehr als 10.000 Menschen abgestimmt haben, gab es eine eindeutige Antwort zur Thematik „Abschaffung der Zeitumstellung“ – Die Mehrheit der Befragten bevorzugt die dauerhafte Winterzeit.

„Dass sich so viele Menschen an der Umfrage beteiligt haben, zeigt, wie sehr das Thema Zeitumstellung die Menschen beschäftigt und dass die Abschaffung schnell umgesetzt werden muss. Ich wünsche mir, dass die Politik sich das Ergebnis zu Herzen nimmt und die Meinung der Bevölkerung bei ihrer Entscheidung berücksichtigt“, betont Bettina am Orde, die Geschäftsführerin der KNAPPSCHAFT. Aufgerufen zu der Umfrage hatte die Krankenkasse bereits im vergangenen Oktober. Mehr als 10.000 Personen haben seitdem online abgestimmt.

Winterzeit entspricht biologischem Tagesrhythmus

Infografik: KNAPPSCHAFT

68 Prozent der Teilnehmer stimmten für die dauerhafte Winterzeit, 32 Prozent für die Beibehaltung der Sommerzeit. Neurologe Dr. Berthold Jonas begrüßt das Ergebnis, weil die Zeitumstellung einen künstlichen Eingriff in den Biorhythmus darstelle. „Viele meiner Patienten – und mich inbegriffen – haben zur Zeit der Umstellung mit Beschwerden wie Schwindel, Tagesmüdigkeit oder psychischer Labilität zu kämpfen“, erklärt der Experte der KNAPPSCHAFT und ergänzt, dass diese Probleme bei der Umstellung auf die Sommerzeit noch viel häufiger in Erscheinung treten würden. „Das mag daran liegen, dass eine Stunde Schlaf fehlt, anderseits ist aber auch denkbar, dass die verstärkten Beschwerden durch die unübliche Zeitform auftreten. Denn die Winterzeit entspricht eher dem biologischen Tagesrhythmus und sollte daher aus meiner Sicht künftig vorherrschen.“

Ob und wann das Ende der Zeitumstellung kommt, bleibt abzuwarten. Die EU-Kommission plant, die Zeitumstellung bereits im kommenden Jahr abzuschaffen. Voraussetzung ist allerdings, dass Europaparlament und EU-Staaten dem Vorschlag zustimmen. Das könnte jedoch schwierig werden. Zuletzt gab es Berichte über Widerstand unter den Mitgliedsländern. Die KNAPPSCHAFT wird das Thema weiterhin mit Nachdruck verfolgen.


Quelle: KNAPPSCHAFT