Das Klinikum Dortmund hat vergangenen Mittwoch, den 21. November 2018, offiziell eine Förderung des Landes NRW über zwölf Millionen Euro erhalten. Von dem Zuschuss finanziert das Klinikum den ersten Bauabschnitt für ein neues Westfälisches Kinderzentrum: Der erste Abschnitt wird vier Stationen umfassen, darunter eine Palliativstation für Kinder. Die Gesamtkosten für das gesamte Zentrum werden auf ca. 60 Millionen Euro beziffert. „Dortmund braucht in absehbarer Zeit eine neue Kinderklinik, die Zeitspanne bis dahin darf nicht mehr unendlich sein“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich eines Pressetermins im Klinikum Dortmund.

Konzepte für Kinderzentrum überzeugen

Der Grund für die hohe Einzelfördersumme über rund zwölf Millionen Euro aus Düsseldorf seien die guten Konzepte gewesen, die das Klinikum Dortmund eingereicht habe, so der Minister weiter. Demnach bekommt das Haus rund 7,6 Millionen Euro Fördergeld für die Schwerpunkte Kinderonkologie, Kinderpalliativmedizin, Seltene Tumorerkrankungen und eine Station für Jugendliche und junge Erwachsene mit chronischen oder Tumorerkrankungen. Weitere rund 4,3 Millionen Euro werden in die Schwerpunkte der operativen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen Tumoren, angeborenen Fehlbildungen und anderen seltenen Erkrankungen investiert.

Neubau „on top“

Das neue Kinderzentrum soll auf den bisherigen Zentralen OP- und Funktions-Trakt (ZOPF) „on top“ gebaut werden, der im Jahr 2012 eröffnet wurde. „Wir stocken diesen Teil unseres Hauses auf der gesamten Länge durch zwei weitere Etagen auf und haben auf diese Weise kürzere Wege und effektive Behandlungsabläufe“, so Rudolf Mintrop, Vorsitzender der Geschäftsführung im Klinikum Dortmund. So seien nämlich im ZOPF z.B. bereits jetzt schon die Geburtshilfe und das Perinatalzentrum untergebracht, die dann eine optimale Anbindung an die Kinderklinik und Kinderchirurgie bekommen. Die Aufbauten werden in vorgefertigter Bauweise erfolgen.

Rot markiert ist das zukünftige Westfälische Kinderzentrum, wenn es komplett fertig auf dem Zentralen OP- und Funktionsbereich (ZOPF) „on top“ sowie daneben sein wird. Die 12 Millionen Fördergeld aus Düsseldorf werden einen ersten Bauabschnitt finanzieren; das entspricht ungefähr einem Viertel der gesamten roten Fläche. (Foto: Klinikum Dortmund gGmbH)

Ergänzt werden diese neuen Kinderzentrums-Etagen dann noch abschließend durch ein weiteres Gebäude, das neben dem ZOPF errichtet und über einen Brückengang verbunden sein wird. Dort soll dann u.a. die Kinder-Notaufnahme eingerichtet werden. Aktuell ist aber auf diesem Bauplatz noch das Dudenstift mit der Geriatrie und Schmerzklinik; in gut zwei bis drei Jahren werden diese Abteilungen in einen Neubau ziehen, der bereits ab Anfang 2019 neben dem Haupteingang des Klinikums in Mitte entsteht.

Wann genau nun mit dem Bau des neuen Westfälischen Kinderzentrums begonnen werden kann, lässt sich aktuell noch schwer sagen. Mintrop schätzt, dass das Zentrum vermutlich in drei bis vier Bauabschnitten entstehen kann – vorbehaltlich der Finanzierung, die es bislang ja jetzt nur für den ersten Bauabschnitt gesichert gibt. Doch Minister Laumann stellte bereits in Aussicht, dass in NRW für das kommende Jahr rund 260 Millionen Euro aus dem Fonds für Einzelfördermaßnahmen und dem Krankenhausstrukturfonds geben wird.


Quelle + Fotos: Klinikum Dortmund gGmbH