Die Ärztekammer Nordrhein hat ihre Regelungen zur Fernbehandlung erneuert. Künftig können Patienten im Einzelfall via Telemedizin auch ohne persönlichen Erstkontakt beraten und behandelt werden. Im Sommer hatte dies schon die Ärztekammer Westfalen-Lippe beschlossen. Barbara Steffens, Leiterin der TK-Landesvertretung in Nordrhein-Westfalen, begrüßt diese Änderung: „Tele-Visiten können eine Antwort auf die Unterversorgung in strukturschwachen Regionen sein und die wenigen dort ansässigen, überlaufenen Arztpraxen entlasten: sei es zur klassischen Vorsorge oder Nachsorge, beispielsweise zur Kontrolle der Wundheilung. Vermutlich werden dadurch auch weniger Patienten die Notaufnahmen aufsuchen.“ Telemedizin sei kein Arztersatz, stelle aber eine sinnvolle Ergänzung dar und kann in vielen Bereichen eine wertvolle Unterstützung sein.

Patienten wollen online kommunizieren

Wo die Online-Kommunikation mit dem Arzt bereits stattfindet, funktioniert sie gut. Das ist das Ergebnis des TK-Meinungspuls im letzten Jahr. Bei denjenigen, die bereits Terminabsprachen online regeln, ist die Zustimmung zur Online-Kommunikation sowohl mit der Arztpraxis als auch mit dem Arzt selbst höher als beim Durchschnitt der Befragten (54 Prozent). Ein Erst- oder Vorabgespräch per Video-Chat mit dem Arzt durchführen – das kann sich über die Hälfte der Befragten in Zukunft gut vorstellen. Ein Gespräch zur Nachsorge einer Operation würden immerhin 33 Prozent online regeln.


Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Nordrhein-Westfalen